Die Start-up-Szene verliert in Österreich seit dem Jahr 2025 drastisch an Bedeutung, weil die Größenordnung der Investitionen von internationalen Kapitalgebern pro Finanzierungsrunde stark geschrumpft ist.
Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde viel Risikokapital von Investoren in Wiener, Grazer und Linzer Jungunternehmen investiert. Diese Zeiten sind vorbei, da es im Jahr 2025 einen Einbruch um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr gegeben hat. Nur 253 Millionen Euro an Kapital wurde in 148 Finanzierungsrunden (Anzahl blieb weitgehend konstant) investiert; pro Finanzierungsrunde macht das etwa 2,3 Millionen Euro.
10 bis 100 Millionen Euro je Finanzierung blieben die Ausnahme: „Refurbed“ verbuchte 2025 50 Millionen Euro von Kapitalgebern; das war die Höchstsumme.
„Enspired“ und „Emmi AI“ bekamen jeweils 15 Millionen Euro und „Easelink“ 11,5 Millionen Euro. Die 10-Millionen-Marke knackte noch ein weiteres Startup mit Namen Hololight.
Aus dem Start-up-Barometer der Ernst & Young (EY) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geht weiter hervor, dass Wien als Hauptstadt weiterhin ein wichtiger Standort für Startup-Branche ist. In 86 Finanzierungsrunden wurden im Jahr 2025 179 Millionen Euro an Risikokapital mit einem Investitionsvolumen von 71 Prozent generiert. Kleinere Provinzen und Regionen sind abgeschlagen, nur die Steiermark, Oberösterreich und Tirol sind Bundesländer und Gebiete, die für Kapitalgeber einigermaßen interessant sind.
Inhaltlich werden vor allem junge Unternehmen der Software- und Analysebranche mit Modellprojekten bei Finanzierungsrunden bevorzugt. Auch Startups mit Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI) sind in ein Drittel aller Fälle Kapitalempfänger.
Fazit: Österreich gehört auf europäischer Ebene zu den Ländern, die an Investitionsvolumen eingebüßt haben, während andere Staaten in Europa ein im Durchschnitt fünf-prozentiges Wachstum erzeugen. Verschiedene Hochrechnungen beziffern das Volumen auf 44 bis 66 Milliarden Euro.
Quelle: Exxpress.at
