Der mit 10.000 Euro hochdotierte Gesundheitspreis „Ideas for Impact“ ist in diesem Jahr an eine hybride Systemlösung der Hochschule Niederrhein in Krefeld gegangen.
Der Preis wurde bereits am 26. Februar 2026 in Berlin vom Bosch Health Campus im Namen der Robert Bosch Stiftung für ein wegweisendes Versorgungskonzept verliehen, das allein in Deutschland über 9 Millionen Menschen mit Erkrankungen im Rahmen des Diabetes mellitus unterstützt.
In einem Forschungsprojekt mit Namen EPWUF-KI der Hochschule Niederrhein haben kooperierende WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Diabetologie, Endoskopie und Wundheilung – um Prof. Dr. Hubert Otten als Projektleiter – die Entwicklung eines KI-gestützten Wundverbandes eingeleitet und weiterentwickelt.
Das Förder- und Forschungsprojekt EPWUF-KI (Name steht für „Entlastung der Pflege im Bereich der Wundbehandlung am Beispiel des Diabetischen Fußsyndroms durch ein hybrides KI-System“) hat sich mit digitalen Lösungen plus KI beschäftigt, um ein weit verbreitetes Krankheitsbild, wie das Diabetische Fußsyndrom (DFS), besser behandeln zu können:
Eine innovative, sensorbasierte Sohle misst den Wunddruck an den Beinen/Füßen und gibt ein Alarm-Signal ab, wenn dieser ein bestimmtes Level überschreitet. PatientInnen bekommen über ihre Smartwatch-App mitgeteilt, dass der Wunddruck zu groß geworden ist.
Die Systemlösung für Diabetes-PatientInnen kann sogar eine digitale Vermessung des Wundzustandes vornehmen und die Daten an ÄrztInnen und Pflegekräfte senden, sodass eine ärztliche/pflegerische Intervention möglich ist.
Das mobile KI-Tool zur Wundvermessung und anschließender Dokumentation verbessert die Bewertungs- und Entscheidungsfindung in der Behandlung von diabetischen Wunden.
PatientInnen, ÄrztInnen und Pflegekräfte profitieren von der kostengünstigen, arbeitserleichternden und innovativen Gesundheitslösung der Krefelder Hochschule in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Diabetologie, Endoskopie und Wundheilung in Köln und anderen Kooperationspartnern. Auch ist das bahnbrechende System auf andere Krankheitsbilder übertragbar.
Quelle: Leinetal24.de
