Transformation des Gesundheits- und Pflegewesens: BMG feilt an einer besser nutzbaren, integrierten Digitalisierungsstrategie

 März 17  

Das Bundesgesundheitsministerium unter der Leitung von Nina Warken hat im Februar dieses Jahres die Digitalisierungsstrategie in der Gesundheits- und Pflegeversorgung vorgestellt.

Das Gesetz für die digitale Versorgung und den Gesundheitsdatenraum soll den Weg für die weiterentwickelte Strategie ebenen, damit die digitale Transformation des Gesundheits- und Pflegewesens möglich ist.

Hierzu zählen, dass Innovationen in den Versorgungsalltag stärker eingebunden werden sollen und dass hochwertige, generierte Gesundheitsdaten systematisch nutzbar gemacht werden können. Außerdem soll die digitale Versorgungssteuerung zur Entlastung des Pflegepersonals und zur Kontrolle des Qualitätsmanagements stärker nutzbar gemacht werden, damit ein Mehrwert für alle Akteure des Gesundheitswesens und des Pflegebereichs erkennbar ist.

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll nach dem Willen von Nina Warken nun endlich ein spürbarer Mehrwert erlangen, damit in Zukunft mindestens 20 Millionen Menschen in Deutschland von der Akte profitieren können.

Eine leichtere Authentifizierung zur Nutzbarmachung der ePA und weitere innovative Implementierungen gehören dazu.

Unter der Einbindung Künstlicher Intelligenz (KI) sollen Behandlungsqualität steigen, Dokumentationen, KI-gestützt, leichter ablaufen und die Kommunikation sowie der Datenzugang erleichtert werden. Allerdings muss auch immer alles im rechtssicheren Rahmen und unter Einhaltung aller Datenschutzregeln ablaufen.

Warken wünscht zudem eine systematische Nutzung von Gesundheitsdaten im Rahmen der Versorgung und der Forschung. Hier spielt die europäische Vereinheitlichung mit Nutzung des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ) eine zentrale Rolle für ein grenzüberschreitendes und durchdachtes Nutzungspotenzial. 300 Forschungsvorhaben könnten somit in kürzester Zeit mit Hilfe des FDZ initiiert und implementiert werden.

Eine gut funktionierende Telematikinfrastruktur (TI) ist überdies Voraussetzung für die digitale Infrastruktur und für digitale Anwendungen, damit das System verlässlicher, innovativer und stabiler wird. Allerdings plant die Bundesgesundheitsministerin Reduzierungen in Hinsicht auf die „Kompliziertheit“, um die Komplexität der TI besser durchschaubar und steuerbar zu machen, damit eine höhere Nutzerfreundlichkeit gegeben ist. Der gematik schreibt Warken eine Stärkung zu, denn auf diese Weise können erweiterte Kompetenzen Durchgriffsrechte besser und schneller umsetzbar machen.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium.de

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